Corona Updates

Gültig ab 20.09.21

Quelle: NDR

Abstandsgebot

Das Abstandsgebot wurde in eine Empfehlung geändert. Es wird nun empfohlen untereinander 1,50 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit zu halten. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, wird empfohlen eine Maske zu tragen.

Bei privaten Treffen in geschlossenen Räumen dürfen bis zu 25 Personen teilnehmen. Kinder unter 14 Jahren sowie Genesene und Geimpfte werden dabei aber nicht mitgezählt.

Alkohol in der Öffentlichkeit

Es gibt keinerlei Corona-Beschränkungen mehr zum Ausschank oder Konsum von Alkohol.

Angeln

Das Angeln ist erlaubt. Es gelten die Regelungen für Sport.

Arzt

Wer zum Arzt geht, muss die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beachten. Darüber hinaus sollten Patienten vorab anrufen und nach einem Termin fragen. Dies gilt vor allem, sollte der Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung bestehen. Telefonische Krankschreibungen sind bei leichten Atemwegserkrankungen bis Ende September möglich.

Beerdigungen

Für Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen gibt es keine Begrenzung der Teilnehmerzahl.

Folgende Regeln gelten, wenn sich nicht nur Menschen, die getestet, genesen oder geimpft sind, innerhalb geschlossener Räume aufhalten:

  • Es muss eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 getragen werden, wenn man sich auf dem Weg zu seinem Platz befindet oder singt.
  • Es darf nicht mehr als die Hälfte der Sitzplätze belegt sein.
  • Die Sitzplätze in unmittelbarer Nähe zu einem Teilnehmer dürfen nicht oder nur mit einer nahestehenden Person besetzt werden.

 

Zur Trauerfeier gehört die eigentliche Zeremonie, nicht aber eine anschließende Bewirtung.

Bibliotheken

Bibliotheken müssen ein Hygienekonzept vorlegen. Ansonsten gelten die Regeln für Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Die 3G-Regel für Innenbereiche findet hier keine Anwendung, es müssen aber Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden.

Bildungsangebote

Außerschulische Bildungsangebote, bei denen die Teilnehmer anwesend sein müssen, sind möglich. Dazu zählen auch Fahrschulen und Musikschulen. Es gelten die jeweiligen Regeln für Veranstaltungen.

Dienstleistungen (Friseur, Fußpflege, Tätowierungen)

Dienstleistungen mit Körperkontakt sind möglich. Es gilt allerdings die 3G-Regel. Zutritt zu einer körpernahen Dienstleistung erhalten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Der Betrieb muss außerdem über ein entsprechendes Hygienekonzept verfügen, die Kontaktdaten müssen nicht mehr erhoben werden. Sind die Dienstleister nicht geimpft, genesen oder getestet, müssen sie eine Maske tragen.

Für nicht genesene und ungeimpfte Menschen, die medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistungen (z.B. Physiotherapie, Augenoptiker- oder Hebammendienste) beanspruchen, besteht keine Testpflicht.

Diskotheken und Clubs

Diskotheken und ähnliche Einrichtungen dürfen öffnen, wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen können. Es gibt keine Beschränkung der Personenzahl mehr. Besucher benötigen einen negativen Test, der nicht älter als sechs Stunden sein darf. Die einmalige Schulbescheinigung ist nicht ausreichend, um eingelassen werden zu können. Die Testpflicht gilt nicht für vollständig Geimpfte oder Genesene. Sie müssen allerdings einen Nachweis und einen Ausweis vorlegen. Die Maskenpflicht entfällt auch hier.

Einrichtungen mit Publikumsverkehr

Wer in Einrichtungen mit Publikumsverkehr geht, muss besondere Hygienekonzepte beachten. Dazu zählen insbesondere der Einzelhandel, Bildungseinrichtungen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Krankenhäuser, teilstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Für diese Einrichtungen gilt:

  • Enge Begegnungen von Besuchern oder Teilnehmern sollten reduziert werden.
  • Es gelten die allgemeinen Regeln der Husten- und Niesetikette.
  • Eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 ist Pflicht.
  • In geschlossenen Räumen müssen Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände bereitstehen.
  • Oberflächen, die häufig berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt.
  • Innenräume werden regelmäßig gelüftet.
  • Besucherströme und der Weg zu den Toiletten muss so gestaltet sein, dass enge Begegnungen vermieden werden können.
  • In Pflegeeinrichtungen müssen sich Kunden mit ihren Kontaktdaten registrieren. Bei falschen Angaben droht ein Bußgeld von 1.000 Euro.

 

Einzelhandel

Der Einzelhandel ist geöffnet.

In Geschäften müssen Kunden und Beschäftigte grundsätzlich eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Ausgenommen bleiben Beschäftigte, wenn die Übertragung von Viren durch „ähnlich geeignete physische Barrieren“ verringert wird. Zum Beispiel muss das Kassenpersonal im Supermarkt keine Maske tragen, wenn etwa große Acrylglasscheiben angebracht sind.

Fahrschulen

Für Fahrschulen und Berufskraftfahrerweiterbildungsstätten gelten die Regelungen für Außerschulische Bildungsangebote.

Familie und Freunde

Schleswig-Holsteiner dürfen zu privaten Zwecken zusammenkommen. Es dürfen sich bis zu 25 Personen im privaten und öffentlichen Raum treffen. Dabei spielt die Anzahl der Haushalte keine Rolle. Kinder unter 14 Jahren sowie Genesene und Geimpfte werden nicht mitgezählt. Paare mit getrennten Wohnsitzen gelten als ein Haushalt. Menschen mit Schwerbehindertenausweis dürfen von Begleitpersonen unterstützt werden.

Freizeit: Spaß- und Schwimmbäder, Freizeitparks, Kultureinrichtungen

Freizeit- und Kultureinrichtungen können öffnen – unter anderem Freizeitparks, Museen, Galerien, Zoos, Theater-, Opern- und Konzerthäuser und Kinos. Mit einem entsprechenden Hygienekonzept dürfen auch Schwimm- und Spaßbäder ihre Tore für alle öffnen.

Innerhalb geschlossener Räume gilt die 3G-Regel: Zutritt erhalten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Kontaktdaten müssen nicht erhoben werden. Außerdem müssen auch innerhalb geschlossener Räume keine Mund-Nasen-Bedeckungen mehr getragen werden. Das gilt allerdings nicht für Bibliotheken und Archive, da hier die 3G-Regel nicht gilt.

Friseure

Diese körpernahe Dienstleistung ist erlaubt – mit entsprechendem Hygienekonzept. Auch dort gilt die 3G-Regelung. Zutritt erhalten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Sind die Angestellten nicht geimpft, genesen oder getestet, müssen sie eine Maske tragen.

Gastronomie

Zutritt zu den Innenräumen von Gaststätten erhalten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete, Kinder unter sieben Jahre und minderjährige Schüler, die per Bescheinigung nachweisen, dass sie im Rahmen des schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zwei Mal pro Woche getestet werden. Bewirtet werden dürfen auch Hausgäste. Diese müssen sich aber in einem räumlich abgegrenzten Bereich aufhalten, zu dem andere Gäste keinen Zutritt haben.

Die Maskenpflicht und die Pflicht zum Erheben der Kontaktdaten entfallen. Außerdem gibt es keine Höchstgrenze, wie viele Menschen an einem Tisch sitzen dürfen. Es gibt auch keine Einschränkungen zum Verzehr von Alkohol.

Beschäftigte, die im regelmäßigen Gästekontakt stehen, müssen alle 72 Stunden einen Testnachweis vorlegen oder eine Maske tragen. Das gilt nicht für vollständig Geimpfte und Genesene.

Geburtsvorbereitung

Kurse zur Geburtsvorbereitung und Rückbildung dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten stattfinden.

Geimpfte, Genesene

 

  • Vollständig Geimpfte: Es bedarf im Regelfall zweier Impfungen sowie eines weiteren Abstandes von 14 Tagen nach der letzten Impfung.
  • Genesene: Hatten eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Infektion muss zwischen 28 Tagen und 6 Monaten zurückliegen. Danach gelten sie als Geimpfte, wenn sie eine Impfung erhalten.
  • Ein Impf- oder Genesenennachweis ist bei Veranstaltungen etc. nur gültig, wenn man sich ausweisen kann oder persönlich bekannt ist. Das gilt nur für Menschen ab 16 Jahren.

 

Gottesdienste und andere Glaubensveranstaltungen

Für Gottesdienste und andere rituelle Veranstaltungen gibt es keine Personenbegrenzung. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept.

Folgende Regeln gelten, wenn sich nicht nur Menschen, die getestet, genesen oder geimpft sind, innerhalb geschlossener Räume aufhalten:

  • Es muss eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 getragen werden, wenn man sich auf dem Weg zu seinem Platz befindet oder singt.
  • Es darf nicht mehr als die Hälfte der Sitzplätze belegt sein.
  • Die Sitzplätze in unmittelbarer Nähe zu einem Teilnehmer dürfen nicht oder nur mit einer nahestehenden Person besetzt werden.

 

Hundeausbildung

Die Ausbildung von Hunden ist möglich.

Hygienemaßnahmen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Hygienemaßnahmen definiert, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Dazu gehört besonders…

  • … sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.
  • … die Hust- und Nieshygiene zu pflegen.
  • … sich nicht an Mund, Nase und Augen zu fassen.
  • … ausreichend zu lüften.
  • … gute Haushaltshygiene mit haushaltsüblichen tensidhaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln. Der routinemäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln wird nicht empfohlen.


Darüber hinaus müssen Bürgerinnen und Bürger und beispielsweise Einrichtungen, Geschäfte und Institutionen vorrangig in Eigenverantwortung die allgemeinen Anforderungen an die Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen einhalten und die aktuellen Hygieneempfehlungen und Hinweise zur Viruseindämmung der zuständigen öffentlichen Stellen befolgen.

 

Hochzeiten

Hochzeiten dürfen stattfinden. Sie sind in unterschiedlichen Rahmen möglich:

 

  • In kleinem, privatem Rahmen mit bis zu 25 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Vollständig Geimpfte oder Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss nicht getragen werden.
  • Als Veranstaltung muss ein Hygienekonzept erstellt werden. Dann entfällt die Höchstgrenze der Teilnehmerzahl, Mund-Nasen-Bedeckungen müssen ebenfalls nicht getragen werden. In geschlossenen Räumen dürfen allerdings nur Gäste teilnehmen, die geimpft, genesen oder getestet sind.

 

Bei einer kirchlichen Trauung gelten die Regeln für rituelle Veranstaltungen. Weitere Informationen zu Hochzeiten finden Sie auf der Webseite der Landesregierung.

Inzidenzwert (Überschreitung)

Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Nun sollen daneben auch weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Isolation, selbstständig (Quarantäne)

Personen, die engen Kontakt zu einem Menschen mit einer nachgewiesenen Covid-19-Erkrankung hatten, sollen sich gleich und eigenständig in Isolation begeben. Sie müssen sich umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt melden und dürfen ihre Häuslichkeit einmal für einen Corona-Test verlassen. Treten Symptome auf, müssen sie sich umgehend an den Fachdienst Gesundheit wenden.

Kitas

Alle erwachsenen Personen in den Kitas (also auch die pädagogischen Fachkräfte) müssen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen, wo immer das möglich ist. Situationsabhängig (zum Beispiel zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder) kann vorübergehend auf das Tragen einer Maske verzichtet werden.

Das Personal soll außerdem mindestens zwei Mal wöchentlich auf eine Coronavirusinfektion getestet werden. Bei geimpftem oder genesenem Personal reicht eine anlass- und symptombezogene Testung.

Alle Kinder werden dauerhaft in der Kita betreut. Eltern von Kita-Kindern erhalten vom Land kostenfrei einen für Kleinkinder geeigneten Selbsttest. Damit sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder zwei Mal wöchentlich zu testen.

Kontaktbeschränkungen

Die Kontaktbeschränkungen wurden deutlich gelockert. Die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen wird nur noch empfohlen. Und auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, wird nur empfohlen.

Private Treffen sind möglich, wenn bis zu 25 Menschen teilnehmen. Vollständig Geimpfte und Genesene. Kinder unter 14 Jahren werden ebenfalls nicht mitgezählt, sondern als Einheit mit einem Elternteil betrachtet. Paare mit getrennten Wohnsitzen gelten als ein Haushalt. Personen mit Schwerbehindertenausweis dürfen von Begleitpersonen unterstützt werden.

Kontaktdatenerfassung

Die Pflicht zum Erfassen der Kontaktdaten entfällt in den meisten Fällen. Sie gilt nur noch für Besucher von Pflegeeinrichtungen.

Es werden abgefragt:

  • Datum und Uhrzeit des Besuchs
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • soweit vorhanden: Telefonnummer oder E-Mail-Adresse


Es ist verboten, die Kontaktdaten falsch anzugeben – wer dies tut, muss mit einem Bußgeld von 1.000 Euro rechnen. Die Daten werden für einen Zeitraum von vier Wochen unter Wahrung des Datenschutzes aufbewahrt und danach vernichtet. Kontaktdaten von Besuchern können auch mit Hilfe einer Software erfasst werden, zum Beispiel mit einer App. Auch diese muss Gesundheitsämtern vier Wochen lang ermöglichen, auf die Daten zuzugreifen.

 

Krankenhaus

Die Versorgung von Patienten in Krankenhäusern ist sichergestellt. Neben den Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und einem Testkonzept sind die Krankenhäuser individuell verantwortlich, welche weiteren Maßnahmen geboten sind. Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

Die Krankenhäuser, die gleichzeitig im Covid-19-Intensivregister Schleswig-Holstein registriert sind, nehmen im Rahmen der allgemeinen und der Notfall-Versorgung jederzeit Covid-19-Patientinnen und Patienten unverzüglich auf und versorgen diese medizinisch angemessen.

Weitere Regelungen in Krankenhäusern finden Sie auf der Webseite der Landesregierung.

Kultur: Theater, Konzerte, Kino, Museum

Auch bei kulturellen Veranstaltungen wie Sitzungen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen, Theater- und Kinovorstellungen gibt es keine Personenbegrenzung mehr. Innerhalb geschlossener Räume dürfen nur Besucher teilnehmen, die geimpft, genesen oder getestet sind. Die Maskenpflicht gilt hier nicht mehr und die Kontaktdaten werden nicht mehr erhoben. Ein Hygienekonzept ist aber in jedem Fall Pflicht. Auch Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken oder Archive sind offen. In Bibliotheken und Archiven gilt die 3G-Regel nicht, hier muss aber eine Maske getragen werden.

Lüften

Die Landesregierung folgt einer Empfehlung der Bundesregierung, dem Lüften eine große Bedeutung zuzuweisen, da Aerosole maßgeblich dazu beitragen, dass sich Viren verbreiten. Aerosole sind kleine Tröpfchen, die Menschen ausatmen oder aushusten. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass regelmäßiges Lüften das Infektionsrisiko in Räumen senkt.

Es gilt als erwiesen, dass …

  • … konsequentes, intensives und regelmäßiges Lüften wirksam ist, um die Ausbreitung des Virus zu hemmen.
  • … das Lüften nur in Kombination mit der AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) hilft.
  • … je weniger Menschen sich in einem Raum zusammen aufhalten, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr. Hier empfiehlt das Umweltbundesamt, Räume mit nur so vielen Menschen zu belegen, dass alle das Abstandsgebot von 1,5 Metern jederzeit einhalten können.


Als Grundformel gilt: Ein Besprechungsraum soll grundsätzlich alle 20 Minuten für drei Minuten im Winter, fünf Minuten im Frühling/Herbst und zehn Minuten im Sommer stoßgelüftet werden. Zusätzlich wird empfohlen, nach einem Niesen oder Husten ebenfalls zu lüften. Wird in geschlossenen Räumen das Abstandsgebot aus räumlichen Gründen unterschritten, empfiehlt das Umweltbundesamt eindringlich, weitere Schutzmaßnahmen, wie Maske oder Trennwände, zu nutzen.

 

Maskenpflicht

In vielen Bereichen entfällt die Maskenpflicht. Im Einzelhandel, im Personenverkehr, in Pflegeheimen und in bestimmten Fällen bei Versammlungen müssen aber weiter sogenannte qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen verwendet werden. Zu diesen Bedeckungen zählen OP-Masken und Masken der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94. Nicht zulässig sind in den genannten Räumen Alltagsmasken zum Beispiel aus Stoff ebenso wie Masken mit Auslassventilen.

Die Regeln im Detail:

  • Die Maske muss sowohl Mund als auch Nase bedecken.
  • Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Für ältere Kinder gelten die gleichen Regeln wie für Erwachsene. Allerdings empfiehlt das Gesundheitsministerium, dass Kinder eher OP-Masken als FFP2-Masken tragen, da diese passgenauer anzulegen sind.
  • Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung, die aufgrund dessen nicht in der Lage sind, eine Maske zu tragen, sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.
  • Sogenannte Face Shields dürfen von Personen getragen werden, die für Personen mit Hörbehinderung im Bereich der Kommunikation tätig sind.

 

Museum

Museen können mit Hygienekonzept öffnen. Kontaktdaten müssen aber nicht mehr erhoben werden und auch Mund-Nasen-Bedeckungen müssen nicht mehr getragen werden. Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene sowie Getestete.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

In Bussen und Bahnen gilt für Kundinnen und Kunden die Maskenpflicht – auch in Taxen und Schulbussen. Reisende, Kunden und Schüler müssen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Die Maskenpflicht entfällt bei Reiseverkehren zu touristischen Zwecken. Die Regeln gelten auch für Passagiere in Fernzügen, Fernbussen, Fähren oder Flugzeugen, so lange sie sich auf dem Gebiet von Schleswig-Holstein befinden. In geschlossenen Abteilen, die alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands genutzt werden, gilt keine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bezieht sich auch nicht auf das Fahrpersonal. In Bahnhöfen müssen keine Masken getragen werden.

Pflegeheime

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe dürfen angesichts der in Heimen abgeschlossenen Impfkampagne gegen das Coronavirus Besucher empfangen. Die Begrenzung auf zwei registrierte Personen gibt es nicht mehr. Besucher, die nachweislich über einen ausreichenden Impfschutz verfügen, müssen sich vor dem Betreten eines Heimes nicht mehr testen lassen. Seit der letzten erforderlichen Impfung gegen das Coronavirus müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein, ehe Besucher das Heim ohne negatives Corona-Testergebnis betreten dürfen.

Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen in allen Gemeinschaftsräumen und auf Verkehrsflächen innerhalb geschlossener Räume der Einrichtung eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Für voll- und teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen sowie für Gruppenangebote zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen gilt: angestellte und externe Mitarbeiter haben eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 zu tragen.

Die Aufnahme in ein Heim ist in der Regel nur mit einem negativen PCR-Test möglich. Außerdem müssen Pflegeheimbetreiber angestellte und externe Mitarbeiter mindestens einmal pro Tag auf das Coronavirus testen, wenn diese nicht geimpft oder genesen sind.

Grundsätzlich gelten die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und individuelle Konzepte der jeweiligen Einrichtung. Für Gebäude der Pflege und der Eingliederungshilfe gilt:

  • Das Heim muss ein Hygienekonzept haben, das auch die sichere Ausgestaltung von Besuchen regelt.
  • Die Besuche in den Innenräumen der Einrichtung werden dokumentiert.
  • Es müssen gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen für den Infektionsschutz ergriffen werden.
  • Ein Betretungsverbot für Besucher mit akuten Atemwegserkrankungen.

 

Gemeinschaftsräume dürfen für mehrere Wohnbereiche übergreifende Gruppenangebote und Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden.

Prostitution

Das Prostitutionsgewerbe ist erlaubt. Der Betrieb ist nur zulässig mit entsprechendem Hygienekonzept. Die Erhebung von Kontaktdaten entfällt. Ansonsten gelten die Regeln für Dienstleistungen mit Körperkontakt.

Reisen

Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe sind geöffnet. Nur Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind müssen bei der Anreise einen negativen Test vorweisen (max. 48 Stunden alt beim Antigen-Schnelltest/PCR). Ein erneuter Test ist nicht mehr notwendig. Die Testpflicht gilt nicht für Kinder unter sieben Jahre oder minderjährige Schüler, die anhand einer Bescheinigung nachweisen, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig (zwei Mal in der Woche) getestet werden. Kontaktdaten müssen nicht mehr erhoben werden.

Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. auf Campingplätzen oder in Freibädern) dürfen öffnen.

Organisierte Urlaubsfahrten mit Reiseunternehmen zu touristischen Zwecken sind erlaubt. Es muss keine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden und die Kontaktdaten müssen nicht mehr erhoben werden. Ein Hygienekonzept muss aber weiterhin vorliegen. Auch die Ausflugsschifffahrt ist unter Auflagen zugelassen.

Reiserückkehrer / Risikogebiete / Hochinzidenzgebiete / Virusvariantengebiete

Der Bund hat am 12. Mai eine neue Coronavirus-Einreiseverordnung erlassen. Gleichzeitig wurde die Quarantäne-Verordnung des Landes Schleswig-Holstein aufgehoben. Damit gelten seit dem 13. Mai auch in Schleswig-Holstein für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten die einheitlichen Regelungen des Bundes.

Schulen

Schüler müssen vorerst weiter einen Mund-Nasenschutz in den Innenräumen der Schule tragen. Auf dem Schulhof kann die Maske abgesetzt werden. Das bewährte Testkonzept wird fortgeführt: Alle Schüler müssen sich zwei Mal in der Woche testen lassen. Geimpfte und Genesene müssen sich nicht testen lassen, dürfen das aber freiwillig tun.
Die Quarantäneregeln wurden geändert: Eine Anordnung von Isolation und Quarantäne soll zukünftig im Einzelfall aufgrund einer Risikobewertung erfolgen und nicht mehr pauschal für ganze Lerngruppen gelten. Das bedeutet in Schulen, dass in der Regel nur noch unmittelbare Sitznachbarn oder enge Schulfreunde in Quarantäne geschickt werden. Die aktuelle Schulen-Corona-Verordnung ist am 22. August in Kraft getreten.

Weitere Antworten zum Thema Schule und Corona gibt es in einem FAQ auf der Webseite der Landesregierung.

Schwimmbad / Spaßbad

Schwimm- und Spaßbäder sind geöffnet. Die Schwimmbad-Betreiber müssen ein Hygienekonzept erstellen. Die Besucher müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, es sei denn, sie sind geimpft oder genesen. Auch Kinder unter sieben Jahre oder minderjährige Schüler, die anhand einer Bescheinigung nachweisen, dass sie im Rahmen des schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, müssen keinen Test vorlegen.

Spielplatz

Spielplätze dürfen genutzt werden.

Sport

Im Sport entfallen die generellen Kontaktbeschränkungen. Folgende Regeln gelten: 

 

  • Sport draußen ist in jeder Mannschaftsstärke für jeden Sport wieder möglich. Es gibt keine Beschränkungen.
  • Für Sport drinnen gilt grundsätzlich, dass nur Personen eingelassen werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Das gleiche gilt für Kinder unter sieben Jahre und minderjährige Schüler die im Rahmen des schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig getestet zweimal pro Woche getestet werden.
  • Sofern der Sport in geschlossenen Räumen von Sportanlagen oder in Schwimm-, Spaß- oder Freibädern ausgeübt wird, muss ein Hygienekonzept erstellt werden. Kontaktdaten müssen nicht mehr erhoben werden.

 

Beim Training oder bei Sportwettbewerben (innen und außen) gibt es keine Begrenzung der Zuschauerzahl mehr. In Innenbereichen gilt aber die 3G-Regel. Außerdem gelten für alle Besucher die Regeln für Veranstaltungen.

Therapieeinrichtungen

Therapieeinrichtungen wie Physiotherapiepraxen dürfen Patienten empfangen und unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes arbeiten. Darüber hinaus gelten die Regeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

Tierparks, Wildparks, Aquarien, Zoos

Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteiche, Zoos und Botanische Gärten können mit Hygienekonzepten öffnen. Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher müssen nicht mehr erfasst werden.

Unterkünfte: Hotels und Herbergen

Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe sind geöffnet. Nur Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind müssen bei der Anreise einen negativen Test vorweisen (max. 48 Stunden alt beim Antigen-Schnelltest/PCR). Ein erneuter Test ist nicht mehr notwendig. Die Testpflicht gilt nicht für Kinder unter sieben Jahre oder minderjährige Schüler, die anhand einer Bescheinigung nachweisen, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig (zwei Mal in der Woche) getestet werden. Kontaktdaten müssen nicht mehr erhoben werden.

Weitere Informationen zu den Beherbergungsregeln finden Sie auf der Webseite der Landesregierung.

Veranstaltungen

Für sämtliche Veranstaltungen gilt weiterhin, dass ein Hygienekonzept erstellt werden muss. Die Maskenpflicht entfällt allerdings und es wird nicht mehr zwischen verschiedenen Veranstaltungen unterschieden. Auch eine Höchstgrenze der Teilnehmerzahl gibt es nicht mehr. Generell dürfen an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur Besucher teilnehmen, die geimpft, genesen oder getestet sind – es gilt also die 3G-Regel. Zum Nachweis ist ein Ausweis erforderlich.

Die 3G-Regel gilt nicht für Kinder bis einschließlich 6 Jahre und minderjährige Schülerinnen und Schüler, die anhand einer Bescheinigung der Schule nachweisen, dass sie regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. In den Herbstferien müssen Schülerinnen und Schüler einen Testnachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Es reicht auch ein Selbsttest, wenn das Ergebnis von einer oder einem Sorgeberechtigten bestätigt wird.

Für private Treffen gelten diese Regelungen nicht.

Versammlungen

Wer eine Versammlung plant, muss ein Hygienekonzept erstellen (gilt nicht für Spontanversammlungen). Es gibt aber kein Begrenzung der Personenzahl.

Für alle Versammlungen, bei denen nicht die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) angewendet wird, gilt:

  • Es dürfen innerhalb geschlossener Räume nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Sitzplätze besetzt werden.
  • Innerhalb geschlossener Räume dürfen Sitzplätze in unmittelbarer Nähe des Teilnehmers nicht oder nur mit einer nahestehenden Person besetzt werden.
  • Teilnehmer, die sich nicht auf ihrem Sitzplatz befinden, müssen eine Maske tragen.
  • Wird in geschlossenen Räumen gesungen und der indestabstand kann nicht eingehalten werden, besteht eine Maskenpflicht.


Die Behörden dürfen, wenn sie Zweifel an einem ausreichenden Infektionsschutz haben, Versammlungen beschränken oder verbieten.

Eine Versammlung wird laut schleswig-holsteinischem Versammlungsrecht wie folgt definiert: „Versammlung im Sinn dieses Gesetzes ist eine örtliche Zusammenkunft von mindestens drei Personen zur gemeinschaftlichen, überwiegend auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung.“

 

Wellness: Sauna, Solarium, Whirlpool, Massage

Wellnesseinrichtungen wie Sauna, Dampfbäder und Whirlpools sind offen. Sie dürfen auch von Angehörigen mehrerer Haushalte gleichzeitig betreten werden. Das gilt auch für Massagestudios und Solarien.

Wochenmärkte

Für Wochenmärkte gibt es keine Beschränkungen mehr.

3G-Regel

Die 3G-Regel bedeutet, dass nur Menschen Zutritt haben, die geimpft, genesen oder getestet sind.

  • Vollständig Geimpfte: Es bedarf im Regelfall zweier Impfungen sowie eines weiteren Abstandes von 14 Tagen nach der letzten Impfung.
  • Genesene: Hatten eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Infektion muss zwischen 28 Tagen und 6 Monaten zurückliegen. Danach gelten sie als Geimpfte, wenn sie eine Impfung erhalten.
  • Ein Impf- oder Genesenennachweis ist bei Veranstaltungen etc. nur gültig, wenn man sich ausweisen kann oder persönlich bekannt ist. Das gilt nur für Menschen ab 16 Jahren.
  • Ein negativer Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden.
  • Die Testpflicht gilt nicht für Kinder unter sieben Jahre oder minderjährige Schüler, die anhand einer Bescheinigung nachweisen, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig (zwei Mal in der Woche) getestet werden. In den Herbstferien müssen Schülerinnen und Schüler einen Testnachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. In Testzentren können sie sich dafür kostenlos testen lassen. Es reicht aber auch ein Selbsttest, wenn das Ergebnis von einer oder einem Sorgeberechtigten bestätigt wird.

 

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